VfL Start 2018

 

VfL bekommt Kamera im Stadion für Internet-Übertragungen

Hochkarätige Gäste konnte Kamens größter Sportverein am zum VfL-Start im Vereinsheim begrüßen:
Neben Bürgermeister Hermann Hupe, der zuständigen Dezernentin und Ersten Beigeordneten Elke Kappen kamen auch etliche Mitglieder des Sportausschusses. Nicht zuletzt natürlich Mitglieder – und der ehemalige Vorsitzende Gerhard Schlossarek.
„Ich habe Respekt davor, wie in einem solchen Bündelverein die ehrenamtlichen Helfer in ihren Abteilungen eingebunden werden. Es ist schon eine große Aufgabe, solch einen Verein mit Leben zu füllen“, lobte Hupe die VfLer mit Blick auf die große Konkurrenz durch Fitnessstudios. Auch Peter Westermann, Vorsitzender des Gesamtvereins, war zufrieden: „Der VfL ist stabil, sowohl finanziell als auch hinsichtlich der Mitgliederentwicklung.“
In diesem Jahr kommen einige Veränderungen auf die VfLer zu, erfuhren die Politiker sowie die Abordnungen der einzelnen VfL Abteilungen sowohl von Westermann als auch vom Stadtoberhaupt. Zum einen wird die Europäischen Grunddatenverordnung, die sich dem Datenschutz widmet, ein großes Thema werden. Westermann rechnet mit erheblichen Behinderungen durch die Umsetzung, für die auch noch ein enormer Aufwand betrieben werden müsse. „Aber wir werden uns dem stellen“, versicherte Westermann.
Zum anderen wird es bauliche Maßnahmen geben: Die lange geplante neue Laufbahn samt Nebenanlagen ist auf der Zielgeraden angekommen: Die Unterlagen lägen nun in der Vergabestelle des Rathauses, eröffnete Hupe den Anwesenden, deren Aufgabe es nun sei, den Auftrag auszuschreiben und zu vergeben. Fortgeschritten und kurz vor dem Abschluss stehen bereits die Arbeiten an der Platzwartwohnung am Stadion.
Auch Strom ist derzeit ein Thema, denn den braucht der VfL für eine besondere zukunftsweisende Maßnahme: Über eine Kamera, so erläuterte Westermann, sollen künftig die Fußballspiele der ersten, zweiten und dritten Mannschaft live im Internet gezeigt werden. „Wir erhoffen uns dadurch natürlich Einnahmen“, sagte Westermann, „und der Trainer wird vermutlich auch das eine oder andere im Nachhinein noch sehen können“, stellte er schmunzelnd fest.
Außerdem, so ergänzte Hupe, seien in diesem und für das nächste Jahr jeweils 350.000 Euro im städtischen Haushalt eingeplant. Mit dem Geld sollen die Alt-Umkleidekabinen am VfL-Stadion saniert werden. „Die Riegelstellung des Gebäudes wollen wir aber erhalten“, sagt Hupe. Beginnen werden die Arbeiten vermutlich in der zweiten Jahreshälfte.
In sportlicher Hinsicht drehte sich beim VfL-Start alles um das Sportabzeichen und die Angebote im Gesundheitssport: Das Angebot reicht vom klassischen Vereinssport bis zu Kursen, bei denen es von Yoga über Ganzkörperkräftigung, Fit im Alter und Bewegen statt schonen bis zu Body-Fit nahezu alles gibt. Selbst eine Heranführung an den Marathon gibt es für Interessierte, die sich dazu lediglich in der Geschäftsstelle melden müssen. Und der Lauftreff absolviert ebenfalls nach wie vor regelmäßig seine Fünf- bis Zehn-Kilometer-Runden.
Jeglicher Sport wird von den Krankenkassen unterstützt, denn der VfL gilt als zertifizierter Sportanbieter.
Wer sich nicht für eine Sache entscheiden kann, der kann das Deutsche Sportabzeichen ablegen. Die Statuten bieten vielfältige Möglichkeiten in den Kernbereichen Koordination, Schnelligkeit, Ausdauer und Kraft. Selbst für Über-90-Jährige werden dort Zeit- und Leistungsvorgaben angegeben. Die zahlreichen Sportabzeichenabnehmer im VfL werben daher zu Recht: Jeder kann das Abzeichen machen. Seine Leistung entscheidet über Gold, Silber oder Bronze, nicht mehr die Zahl der abgelegten Sportabzeichen. Auch ein Vereinsmitglied muss man nicht zwingend sein. „Kommen Sie ab Mai immer mittwochs vorbei“, warb die Riege der Abzeichenabnehmer. Derzeit arbeite man sogar daran, dass auch Behinderte das Sportabzeichen beim VfL ablegen könnten.
Zwei Ehrungen gab es in den Reihen der Leichtathleten: Abteilungsleiterin Bärbel Westermann überreichte Tobias Koch und Thomas Koller aufgrund ihrer umfassenden Verdienste für ihren Sport die silberne Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.
„Thomas Koller ist Trainer der 10- bis 15-Jährigen und schafft dort den Spagat, ein Angebot zwischen Breitensport und gezielter Wettkampfvorbereitung abzugeben“, lobte Bärbel Westetrmann. Mit dem SuS Oberaden baute er eine Startgemeinschaft auf und fehlt niemals im Organisationsteam von Vereinsfesten. Außerdem ist er stellvertretender Abteilungsleiter.
Tobias Koch, bekannt als erfolgreicher Hürdensprinter und Zehnkämpfer, hat ein Faible für die elektronische Zeitmessung. Er betreut nicht nur das Zeitmesser-Team des VfL Kamen, er nimmt die Zeiten auch bei den Landesmeisterschaften sowie bei den Deutschen Meisterschaften der U16. Seit 2011 ist er nationaler Zielbild-Auswerter und war bereits bei Weltmeisterschaften in Berlin sowie in Tullin dabei. Demnächst nimmt er die Zeiten bei den U23-Meisterschaften. Obwohl er in Solingen wohnt, trägt er als Kampfrichter immer den Namen des VfL Kamen in die Welt – und auch dafür dankten ihm die Anwesenden mit viel Applaus.